Spurensuche

Die Umsetzung der Neugestaltung der Freiheit und Burgruine Wetter (Ruhr) in den Jahren 2023 bis 2025 erforderte eine archäologische Begleitung, die tiefgehende Einblicke in verschiedene Epochen ermöglichte. Bei den Grabungen stießen die mit der Untersuchung beauftragten Fachleute auf spannende Details:

> Zum Bodenausgleich lagerten auf dem Felsuntergrund mit Schlacke vermischte Auffüllungen zur Schaffung einer ebenen Oberfläche


> Fundamentreste belegen den Standort eines von Harkort vor dem Amtsgebäude errichteten Gießereigebäudes


> Ein aus dem Fels gestemmter Rohrgraben, stellenweise mit Bruchsteinmauerwerk eingefasst, enthielt ein Teilstück eines Eisenrohres (ø 36 cm). Vermutlich handelte es sich um eine Druckleitung zur Wasserbeförderung von der Ruhr zu einem Dampfkessel


> Reste eines Abstichkanals an der östlichen Giebelwand des ehemaligen Bergamts (vermutlich Teil einer Kupolofenanlage zur Herstellung von Gusseisen aus Roheisen und Schrott)


> Aus Backstein gemauertes Fundament mit Eisenankern im Bereich des früheren Bergamtsgebäudes (vermutlich früherer Maschinenstandort)


> Bruchsteinfundamente, die zur 1744 abgebrochenen Renteischeune gehörten bzw. Teil der Ringmauer waren